Unterwegs im Namen der Wildherrschaft

Unterwegs im Namen der Wildherrschaft © iStockphoto/typo-­graphics

Das Wild Kitchen Project

BBQ-Rub statt Wacholder, nachhaltiges Fleisch statt Antibiotika-Keule, Herzblut statt Gleichmut. Unter der Decke des Wild Kitchen Project haben sich Barbecue-Teams, Outdoor-Köche und Jäger zusammengefunden, um Wild als Alternative zu industriell produziertem Fleisch und den ganzheitlichen Umgang damit zu befeuern. Das Gemeinschaftsprojekt startete mit Rezepten und bietet mittlerweile Kochbücher, Videos und Kurse. Mit ihrem „wilden“ Fokus und ihrer modernen Herangehensweise haben sie nicht nur eine
vielversprechende Nische besetzt, sondern bauen diese auch erfolgreich aus. Das Wild Kitchen Project ist die zeitgemäße Antwort der teilnehmenden Teams auf Massentierhaltung und Lebensmittelverschwendung.

Die drei Gründungsmitglieder haben sich über die 3D-Bogensport-Szene kennengelernt. Bei gemeinsamen Outdoor-Events entstand die Idee, nachhaltiges Wildfleisch, Rezepte und modernes Grillen miteinander zu verbinden. 2015 startete das Wild Kitchen Project mit vier Teams und gemeinsamen Treffen zur Rezeptkreation und Verkostung. „Wir waren von der Fülle und der Substanz der Rezepte schnell so begeistert, dass uns der Gedanke an ein Buch nicht mehr losgelassen hat“, erinnert sich Berghaus. 2016 war es so weit: Das erste Kochbuch des Wild Kitchen Project verließ mit Unterstützung von Sponsoren die Druckerei. Gründungsmitglied Jana Rogge brachte als Verlagschefin ihre Expertise ein und übernahm die Hauptkonzeption, Stephan Berghaus koordinierte die Teams und die Terminfindung, knüpfte Kontakte und half Rogge bei der Abwicklung. Von der Rezeptauswahl bis hin zum Layout wurde alles selbst gestaltet. Nach nur drei Monaten war die erste 2000er-Auflage vergriffen. Mit einem solch durchschlagenden Erfolg hatte keiner gerechnet, umso mehr diente er als Ansporn, das Projekt zu erweitern.

 

Wilde Herangehensweise

Die Rezepte sind weit vom gewöhnlichen Gulasch entfernt. „Wir gehen kreativ und modern an die Zubereitung, anstatt dauernd die Wacholderkanone abzufeuern. Wir nutzen beispielsweise gerne Gewürzmischungen, die man aus dem BBQ kennt. Wildfleisch ist ein zartes, wohlschmeckendes Lebensmittel, das man mit modernen Methoden vielfältig zubereiten kann, sei es durch Sousvide-Garen, im Dutch Oven oder natürlich auf dem klassischen Grill“, insistiert Berghaus.

 

Waldbewohner trifft Weidependant

Der beflügelnde Erfolg des ersten Buches bot die Basis für Band zwei: 2018 erschien Wild Kitchen Project 2.0 – Wild & Weide. Die positiven Rückmeldungen sprechen für sich, Buch drei ist deshalb bereits in Arbeit. Wild hergehen wird es in Runde drei im und am Fluss, erste appetitanregende Einblicke werden in den kommenden Monaten online zu finden sein.

 

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