Miele setzt verstärkt auf Einsatz von Rezyklat

Gütersloh, 2. Februar 2022 Nr. 006/2022
  • Menge an recyceltem Kunststoff soll bis 2025 auf 7.500 Tonnen pro Jahr steigen

  • Trockner, Reinigungsprodukte und Staubsaugerzubehör machen den Anfang

Kaum ein anderes Material ist so leicht zu verarbeiten und vielseitig einsetzbar wie Kunststoff. Gleichzeitig wächst bei vielen der Unmut über eine wahre Plastikflut. So fallen in Deutschland jährlich allein 227 Kilogramm Verpackungsmüll pro Kopf an, davon etwa 39 Prozent aus Plastik.[1] Und obwohl die Deutschen oft scherzhaft als Weltmeister beim Mülltrennen bezeichnet werden, werden hierzulande immer noch 51 Prozent aller Plastikverpackungen nicht wiederverwertet, sondern landen in der Müllverbrennung.[2] Dabei kann Kunststoff, insbesondere aus dem Verpackungsbereich, sehr gut recycelt und als sogenanntes Rezyklat wiederverwendet werden. Wie das funktioniert, zeigt Miele unter anderem bei seinen Trocknern, Pflegeprodukten und Staubsaugerzubehör. 

Für Miele als werteorientiertes Familienunternehmen hat die Eindämmung von Umweltverschmutzung und Klimawandel hohe Priorität – und damit auch die Nachhaltigkeit der Produkte. Zugleich stellt Miele aber nicht nur an seine Geräte höchste Qualitätsansprüche, sondern auch an die Verpackungen – etwa mit Blick auf Belastbarkeit, Temperaturbeständigkeit, Lichtschutz und Produktsicherheit. So müssen etwa Reinigungsprodukte sowohl den Beanspruchungen beim Transport als auch schwankenden klimatischen Bedingungen standhalten. „Verpackungen so zu entwickeln, dass sie nicht nur diesen Anforderungen gerecht werden, sondern auch die Umwelt schonen, ist eine große Herausforderung, der wir uns aber mit Nachdruck stellen“, sagt Christoph Wendker, Vice President Corporate Sustainability and Regulatory Affairs der Miele Gruppe.

Konkret bedeutet dies: Wo immer es ohne relevante Qualitätseinbußen möglich ist, arbeitet Miele daran, den Gedanken der Kreislaufwirtschaft konsequent umzusetzen und Material wiederzuverwerten. Ziel ist, die Menge an eingesetztem Kunststoff-Rezyklat bis 2025 auf bis zu 7.500 Tonnen zu steigern. „Miele steht hier noch am Anfang einer langen Reise, bei der es nicht nur um recyceltes und recycelbares Material bei den Verpackungen geht, sondern auch bei den Geräten“, so Wendker weiter. Für den Bereich der Metalle ist die Verwendung von Rezyklat bei Miele schon weit vorangeschritten, und auch im Bereich der Kunststoffe setzt Miele diesen Weg entschlossen fort.

30 Prozent Materialersparnis durch neues Fertigungsverfahren

Einen eindrücklichen Beitrag leistet hierzu das von Grund auf neu entwickelte Bodenmodul, das in fast allen neuen Trocknermodellen zum Einsatz kommt. Dank eines innovativen Fertigungsverfahrens, bei dem der Kunststoff mit Stickstoff angereichert wird, werden 30 Prozent Material eingespart – bei gleichzeitiger Verbesserung der Stabilität. Und für den Deckel dieses Moduls kommt seit 2021 erstmals Kunststoff-Rezyklat zum Einsatz. Übers Jahr gerechnet, summiert sich die daraus resultierende Materialersparnis auf mehrere hundert Tonnen Granulat. Darüber hinaus stellt das Unternehmen in seinem Werk Bielefeld vermehrt Staubsaugerzubehör wie Polsterdüsen, Fugendüsen, Möbelpinsel und Spezialbürsten aus Rezyklat her. Weitere Elemente des Saugzubehörs werden derzeit auf ihre Umstellbarkeit geprüft, darunter auch die Abluftfilter. Bereits heute besteht der Filterrahmen des Hygiene AirClean Filters beim neuen Staubsauger Boost CX1 aus 100 Prozent Rezyklat.

PowerDisk: Verpackung komplett aus Rezyklat

Auch bei den Reinigungs- und Pflegeprodukten können die Kundinnen und Kunden auf Artikel zurückgreifen, die nicht nur speziell auf ihre Miele-Geräte abgestimmt, sondern auch umweltschonend verpackt sind. Zum Beispiel hat Miele den Behälter der PowerDisk für den Geschirrspüler auf 100 Prozent recyceltes Plastik umgestellt. Auch die Verpackungen der übrigen Spül- und Waschmittelbehältnisse sind zum großen Teil neugestaltet und bestehen jetzt aus recyceltem Material.

Über das Unternehmen: Miele ist der weltweit führende Anbieter von Premium-Hausgeräten für die Bereiche Kochen, Backen, Dampfgaren, Kühlen/Gefrieren, Kaffeezubereitung, Geschirrspülen, Wäsche- und Bodenpflege. Hinzu kommen Geschirrspüler, Luftreiniger, Waschmaschinen und Trockner für den gewerblichen Einsatz sowie Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsgeräte für medizinische Einrichtungen und Labore (Geschäftsbereich Professional). Das 1899 gegründete Unternehmen unterhält acht Produktionsstandorte in Deutschland, je ein Werk in Österreich, Tschechien, China, Rumänien und Polen sowie die zwei Werke der italienischen Medizintechnik-Tochter Steelco Group. Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2020 rund 4,5 Milliarden Euro (davon in Deutschland: 29,5 Prozent). In fast 100 Ländern/Regionen ist Miele mit eigenen Vertriebsgesellschaften oder über Importeure vertreten. Weltweit beschäftigt der in vierter Generation familiengeführte Konzern etwa 20.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, etwa 11.050 davon in Deutschland. Hauptsitz ist Gütersloh in Westfalen

 

[1] https://www.wwf.de/themen-projekte/plastik/verpackungswende-jetzt

[2] https://www.wwf.de/themen-projekte/plastik/verpackungswende-jetzt

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Carsten Nagel
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carsten.nagel@miele.com

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Der Filterrahmen des Miele Hygiene AirClean Filters besteht beim Einstiegsmodell des Boost CX1 aus 100 Prozent Rezyklat. (Foto: Miele)

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Um Kunststoffabfall so weit wie möglich zu vermeiden, hat Miele den Behälter der PowerDisk für Geschirrspüler auf 100 Prozent recycelten Kunststoff umgestellt. Gleiches gilt auch für den Großteil der Waschmittelbehältnisse. (Foto: Miele)

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