Besser schützen: Neues Imprägnierverfahren von Miele Professional für Feuerwehrschutzkleidung
Gütersloh/Dresden, 8. Oktober 2026 Nr. 075/2026
Miele PowerGuard PRO verbindet gezielte Außenbehandlung mit reduziertem Wasser- und Imprägniermittelverbrauch
Drei zusätzliche Programmvarianten für Schutz- und Rettungskleidung
Mit PowerGuard PRO erweitert Miele die „Benchmark“-Waschmaschinen mit 12, 16 und 20 Kilogramm Fassungsvermögen um eine neue Programmoption für die Aufbereitung von Feuerwehrschutz- und Rettungskleidung. Das Verfahren wurde speziell für die Imprägnierung persönlicher Schutzausrüstung (PSA) entwickelt, kombiniert Eigenschaften der etablierten Bad- und Sprühimprägnierung und reduziert den Verbrauch der eingesetzten Mittel deutlich.
Die flüssigkeitsabweisende Ausrüstung des textilen Obermaterials stellt eine wesentliche Funktionsebene moderner Feuerwehr- und Rettungskleidung dar. Sie bewirkt, dass Flüssigkeiten von der Textiloberfläche abperlen und die Aufnahme von Löschwasser, Betriebsstoffen oder Kontaminationen reduziert wird. Durch mechanische Beanspruchung, Alterung sowie wiederholte Wasch- und Dekontaminationsprozesse verliert diese Oberflächenausrüstung jedoch schrittweise an Wirksamkeit. Die Folge ist eine verstärkte Benetzung des Oberstoffs, wodurch sich die schützenden und klimaregulierenden Eigenschaften des Bekleidungssystems verschlechtern.
Eine fachgerechte Nachimprägnierung stellt die flüssigkeits- und schmutzabweisenden Eigenschaften des Obermaterials wieder her. Dadurch wird die Aufnahme von Flüssigkeiten und Kontaminationen reduziert, die Funktion des Bekleidungssystems unterstützt und die Gebrauchsdauer der persönlichen Schutzausrüstung verlängert. Nimmt der Oberstoff mehr Flüssigkeit auf, erhöht sich das Gewicht der Kleidung – auch mit negativen Folgen für die Atmungsaktivität.
Mit PowerGuard PRO Imprägniermittel gezielt auf den Oberstoff auftragen
In Europa wird Feuerwehrschutzkleidung überwiegend im Tauch-Rollier-Verfahren, auch Badimprägnierung genannt, nachimprägniert. In Deutschland gibt es als weiteres Verfahren die Sprühimprägnierung, bei der das Imprägniermittel gezielt über eine Düse auf die Kleidung aufgebracht wird. Dies bietet Miele Professional mit PowerGuard PRO nun ebenfalls: Die Waschmaschinen verfügen über eine Umwälzpumpe, die die gegenüber dem Badverfahren deutlich reduzierte Flottenmenge aus dem Laugenbehälter fördert. Eine Düse, die im Türschauglas integriert ist, bringt die Imprägnierflotte wieder in die Trommel ein. Dadurch wird sie gleichmäßig von außen auf die gesamte Wäscheladung aufgetragen. Das Ergebnis ist eine vollflächige Benetzung der textilen Oberfläche des Außenstoffes, während gleichzeitig weniger Imprägnierflüssigkeit benötigt wird.
Mindestens 25 Prozent weniger Imprägniermittel
Das neue Verfahren PowerGuard PRO reduziert den Verbrauch des Imprägniermittels gegenüber der Badimprägnierung um mindestens 25 Prozent. Auch der Wasserverbrauch kann im Imprägnierschritt des Programms um bis zu zwei Drittel sinken. Gleichzeitig sind höhere Beladungsmengen möglich als bei Sprühverfahren, bei denen die Trommel zur Vermeidung von Sprühschatten häufig nur teilweise beladen werden kann.
Nach dem Start von PowerGuard PRO wird das Imprägniermittel in einer temperierten Flotte verteilt. Eine verlängerte Einwirkzeit sorgt für eine gleichmäßige Verteilung auf dem Oberstoff.
Drei neue Programme für Schutz- und Rettungskleidung
PowerGuard PRO steht in drei Programmvarianten zur Verfügung: „Schutzkleidung PGuard PRO“ verbindet die Vor- und Hauptreinigung bei bis zu 60 Grad Celsius mit drei Spülgängen und der anschließenden Imprägnierung. „Rettungskleidung PGuard PRO“ umfasst eine Vorwäsche, eine Desinfektionsphase bei 60 Grad Celsius mit 20 Minuten Haltezeit, zwei Spülgänge sowie die Imprägnierung. „PGuard PRO“ ist für Schutz- und Rettungskleidung vorgesehen, die ohne vorherigen Waschgang nachimprägniert werden soll. Je nach Programm können über die Funktion „Extras“ zusätzliche Optionen wie Einweichen, ein erhöhter Wasserstand, Intensivbehandlung oder zusätzliche Spülgänge gewählt werden. Dadurch lässt sich der Prozess an die Art der Bekleidung und ihren Verschmutzungsgrad anpassen.
Die neuen Programme ergänzen das Feuerwehr-Programmpaket der Miele-Benchmark-Baureihe mit PowerWash-PRO-Technologie. Sie sind zunächst für die DACH-Region sowie Länder in Nordwest- und Südosteuropa verfügbar. Das gesamte Verfahren wurde von Miele zum Patent angemeldet.
Über Miele: Seit 1899 folgt Miele seinem Markenversprechen „Immer Besser“ in Bezug auf Qualität, Innovationskraft und zeitlose Eleganz. Das weltweit aufgestellte Unternehmen für Premium-Hausgeräte begeistert Kundinnen und Kunden mit wegweisenden Lösungen im vernetzten Zuhause. Hinzu kommen Maschinen, Anlagen und Services für den gewerblichen Einsatz etwa in Hotels, Sport- und Pflegeeinrichtungen sowie in der Medizintechnik. Mit langlebigen und energiesparenden Geräten unterstützt Miele seine Kundinnen und Kunden darin, ihren Alltag möglichst nachhaltig zu gestalten. Das Unternehmen ist seit 127 Jahren im Besitz der beiden Gründerfamilien Miele und Zinkann. Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete Miele mit rund 23.000 Mitarbeitenden einen Umsatz von 5,16 Milliarden Euro. Das globale Netzwerk umfasst 19 Produktionsstandorte sowie 49 Service- und Vertriebsgesellschaften (Stand: März 2026). Hauptsitz ist Gütersloh in Nordrhein-Westfalen.
Wichtiger Bestandteil moderner Feuerwehrschutzbekleidung: die flüssigkeitsabweisende Ausrüstung des Obermaterials. Sie sorgt dafür, dass Flüssigkeiten von der Textiloberfläche abperlen und zum Beispiel weniger Löschwasser aufgenommen wird. Eine zuverlässige Imprägnierung ist dafür unerlässlich. (Foto: Miele)
Wäschereimaschinen der Baureihe „Benchmark“: Für Waschmaschinen mit 12, 16 und 20 Kilogramm Fassungsvermögen ist jetzt das neue Verfahren PowerGuard PRO verfügbar. Damit kann Feuerwehrschutz- und Rettungskleidung zuverlässig und effizient imprägniert werden. (Foto: Miele)
In unserem Pressearchiv finden Sie Veröffentlichungen und Presseartikel aus vorherigen Jahren. Beginnend mit dem Jahr 2013 können Sie hier ältere Informationen einsehen und entdecken.